Weiher

Karpfenaufzucht hat in unserem Verein Tradition. Daher bewirtschaften wir vier Weiher, in denen unsere Fische heranwachsen.

Der Karpfen ist ein beliebter Speisefisch, der nicht zuletzt wegen seiner Kraft und Ausdauer von den Anglern gerne gefangen wird. Wir finden ihn in allen stehenden und langsam fließenden Gewässern, die nicht zu kalt sind. Unser Angelgewässer, den Bärensee, besetzen wir jedes Jahr mit Karpfen verschiedener Größe.


Aus folgenden Gründen züchten wir diese Fische selbst:

  • Sie sind wiederstandsfähig und an unser Klima gewöhnt

  • Haben keine langen Transportwege (manche professionelle Züchter beziehen die Fische bis aus Polen

  • Natürliche Ernährung

  • Zu kleine Karpfen werden von Raubfischen gefressen

  • Unbelastete Gewässer


Außerdem führen wir die Tradition der Fischwirtschaft weiter, für welche die Teiche im 15. Jahrhundert angelegt wurden (die beiden Weiher unterstanden lange dem Kloster St. Mang in Füssen). Dort verbleiben sie dann bis zum Herbst des nächsten Jahres. Wenn die Karpfen dann abermals abgefischt werden, haben sie die Besatzgröße erreicht und werden in den Bärensee eingesetzt. Das schonende Ablassen der Weiher, ohne die Fische zu gefährden, erfordert große Erfahrung und Können und dauert bis zu einer Woche.


Pünktlich um 8 Uhr, wenn das Abfischteam erscheint, sollten die Karpfen bereits am Mönch (Abfluss des Weihers) anstehen. Nun muss alles zügig und reibungslos ablaufen, um die Karpfen ohne Verlust, gesund und munter, zu ihrem Bestimmungsort zu bringen.


Der Unterhalt für unser Grundstück, die Geräte, Pachtkosten und Besatz der Gewässer ist sehr aufwändig, deshalb sind wir auf den Verkauf der Überzähligen Karpfen angewiesen.


Im Wechsel, lassen wir einen Weiher über Winter leerstehen und ausfrieren, um eventuelle Krankheitserreger und Parasiten abzutöten. Dadurch ist ein gesunder Karpfennachwuchs gewährleistet. Die Karpfen stammen aus dem Eibergweiher bei Irsee, in dem einige große Laichkarpfen schwimmen. Von dort werden sie als einsömmrige Karpfen abgefischt, gezählt und in Becken auf dem Vereinsgelände überwintert. Im Frühjahr werden sie in einen anderen leeren Weiher, dem Kaiserweiher bei Kaufbeuren, eingesetzt. Dort verbringen sie den Sommer, und werden im Herbst wiederum abgefischt, nach Größe sortiert und gezählt oder gewogen. Zur Winterung setzt der Kreisfischereiverein die 2-jährigen Karpfen nun in den Trollweiher oder Luimoosweiher.

Die häufigsten Fischarten

Karpfen

Hecht

Zander

Weitere Bilder vom Gewässer